Wohl bekomm’s! – Wenn Alkohol zum Problem wird

Ein netter Abend mit Freunden, der nicht enden will, ein Glas nach dem anderen… Am nächsten Morgen ist der Kopf schwer und man kann keinen klaren Gedanken fassen. Das kommt vor.

Jeder Vollrausch kostet uns jedoch Millionen von Gehirnzellen. Medizinisch gesehen beginnt erhöhter Alkoholkonsum schon bei mehr als einem Glas Sekt oder einer Flasche Bier pro Tag für Frauen und bei dem Doppelten für Männer. Überschreitet man diese Mengen, steigt das Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall, Leberschädigung, Bauchspeicheldrüsenentzündung und Impotenz.

Der Übergang von riskantem und missbräuchlichem Alkoholkonsum zur Alkoholsucht ist fließend. Dreht sich das Leben hauptsächlich darum, wie und wann es möglich ist, wieder Alkohol zu trinken, sprechen die Experten von Alkoholsucht. Die Kontrolle über das Trinken entgleitet zunehmend: man nimmt sich vor, nichts zu trinken und tut es doch, man will nur ein wenig trinken und hört nicht mehr auf. Arbeitskraft und Konzentrationsfähigkeit lassen nach. Schlechte Laune, Reizbarkeit und Scham prägen den Alltag. Etwa 1,3 Millionen Alkoholsüchtige gibt es in Deutschland und insgesamt 8 Millionen gefährden ihre Gesundheit durch ihr Trinkverhalten. 42 000 bis 74 000 Erwachsene sterben in Deutschland jährlich direkt oder indirekt durch Alkoholkonsum.








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Generell gilt, dass es nicht gesund ist, täglich Alkohol zu trinken. Trinkt jemand täglich Alkohol und kann nicht abstinent bleiben, spricht man von einem Spiegeltrinker. Der Quartalsäufer hingegen trinkt eher ab und zu bis zum Vollrausch und kann dazwischen durchaus ohne Alkohol auskommen. Entscheidend ist, dass Süchtige ihren Alkoholkonsum nicht dauerhaft im Griff haben.

Offensichtlich wird es dann, wenn der Alkohol Partnerschaft und Familie belastet, das Arbeiten gefährdet und immer mehr Probleme entstehen. Zittern, Schweißausbrüche, innere Unruhe, Angst- und Depressionszustände, wenn man keinen Alkohol trinkt, zeigen eine starke Abhängigkeit an und können nur mit ärztlicher Hilfe bewältigt werden. Nicht jeder Süchtige hat jedoch körperliche Entzugserscheinungen, wenn er versucht, dem Alkohol zu entsagen.
Die staatlichen Beratungsstellen sind kostenlos und anonym. Jeder, bei dem auch nur die Tendenz besteht, seine Probleme mit Alkohol zu verdrängen, kann dort oder bei Ärzten und Selbsthilfegruppen Hilfe suchen – dies gilt auch für Angehörige, die sich um Familienmitglieder sorgen. Ist die Sucht noch nicht voll ausgeprägt, ist es oft leicht möglich, einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu lernen. Auch schwer Alkoholsüchtige können den Ausstieg aus der Sucht schaffen, wenn sie sich einer Beratungsstelle anvertrauen, die sie auf dem Weg in ein Programm für die Entwöhnung begleitet.